Inhalt (8 Abschnitte)
- Was ist eine ETF-Basisrente?
- Basisrente mit ETF: sinnvoll? Vor- und Nachteile
- Kriterien-Checkliste: So vergleichst du ETF-Basisrenten
- Kosten der ETF-Basisrente: Warum der Anbieter so viel ausmacht
- Nettotarif oder Bruttotarif: Was ist der Unterschied?
- Garantien und Rentenfaktor: Was wirklich sicher ist
- ETF-Basisrente, Altersvorsorgedepot oder freies ETF-Depot?
- Für wen eine ETF-Basisrente passt – und für wen nicht
- Eine Basisrente mit ETF ist meist eine fondsgebundene Rentenversicherung, deren Beiträge in börsengehandelte Indexfonds fließen; steuerlich gelten die Regeln der Basisrente.
- Beiträge sind 2026 bis 30.826 € (Ledige) bzw. 61.652 € (Zusammenveranlagte) als Sonderausgaben abziehbar; die Rente wird später versteuert.
- In einer Modellrechnung der Stiftung Warentest (30 Jahre, 500 € im Monat, 3 % Rendite) lagen fondsgebundene Rürup-Renten zwischen 476 und 746 € im Monat – der Anbieter macht einen großen Unterschied.
- Die wichtigsten Kriterien sind Effektivkosten, ETF-Auswahl, kostenlose Fondswechsel, ein garantierter Rentenfaktor und Flexibilität bei den Beiträgen.
- Verluste sind möglich, und eine ETF-Basisrente befreit nicht von der geplanten Rentenpflicht.
Eine Basisrente mit ETF ist eine fondsgebundene Rürup-Rente – meist eine Versicherung –, in der deine Beiträge in börsengehandelte Indexfonds (ETFs) fließen. Sie kann sinnvoll sein, wenn du einen hohen Steuersatz hast, bis zum Rentenbeginn viele Jahre anlegst und Kursschwankungen aushältst: Beiträge sind 2026 bis 30.826 € (Ledige) als Sonderausgaben abziehbar. Entscheidend sind niedrige Gesamtkosten, eine gute ETF-Auswahl und eine faire Rentenberechnung. Verluste sind möglich, und die Rente wird später versteuert (Stand 09.10.2026).
„Rürup mit ETF“ klingt nach dem Besten aus zwei Welten: Steuervorteil plus Börsenrendite. Das kann aufgehen – aber nur mit dem richtigen Vertrag. Denn zwischen guten und schwachen Angeboten liegen bei gleicher Marktentwicklung oft Hunderte Euro Rente im Monat. Hier erfährst du, wie die ETF-Basisrente funktioniert, woran du einen fairen Vertrag erkennst und für wen sie nicht passt.
Was ist eine ETF-Basisrente?
Die Basisrente (Rürup-Rente) ist eine steuerlich geförderte Altersvorsorge mit lebenslanger Rente ab frühestens 62. Bei der fondsgebundenen Variante fließen deine Beiträge in Investmentfonds statt in das Sicherungsvermögen eines Versicherers. Bei einer ETF-Basisrente sind das ganz oder überwiegend ETFs.
ETFs (Exchange Traded Funds) sind börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen Index nach, etwa einen weltweiten Aktienindex, und kommen ohne aktives Fondsmanagement aus. Deshalb haben sie meist niedrigere laufende Kosten als aktiv gemanagte Fonds.
In der Regel wird die ETF-Basisrente als fondsgebundene Rentenversicherung angeboten: Der Versicherer verwaltet die Fonds in einem Versicherungsmantel. Der Vertrag muss nach dem Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) zertifiziert sein. Steuerlich gilt alles, was für jede Basisrente gilt – Höchstbetrag, nachgelagerte Besteuerung, nicht vererblich. Die Grundlagen erklärt unser Ratgeber zur Basisrente für Selbstständige.
Transparenz: Wer was vermitteltRentenpflicht-Check.de vermittelt selbst keine Finanz- oder Versicherungsprodukte. Auf Wunsch verbinden wir dich mit einem spezialisierten Experten aus unserem Partnernetzwerk (Versicherungsmakler mit Erlaubnis nach § 34d Abs. 1 GewO), der versicherungsbasierte Produkte wie die fondsgebundene Basisrente vermitteln kann. Freie ETF-Sparpläne und Depots erklären wir auf dieser Seite nur zur Einordnung.
Wie aus ETF-Guthaben eine Rente wird
In der Ansparphase schwankt dein Guthaben mit den Kursen. Zum Rentenbeginn wird das angesparte Kapital in eine lebenslange Rente umgerechnet. Wie hoch sie ausfällt, bestimmt der Rentenfaktor: Er gibt an, wie viel Monatsrente du je 10.000 € Kapital bekommst. Viele Tarife bieten zusätzlich ein Ablaufmanagement. Es schichtet in den letzten Jahren vor Rentenbeginn schrittweise in schwankungsärmere Anlagen um.
Basisrente mit ETF: sinnvoll? Vor- und Nachteile
Eine ETF-Basisrente ist kein Selbstläufer – aber auch nicht per se ein schlechtes Produkt. Sie hat klare Stärken und klare Schwächen – und welche davon für dich schwerer wiegen, hängt von deiner Situation ab.
Vorteile
- Steuerabzug: 2026 bis 30.826 € (Ledige) bzw. 61.652 € (Zusammenveranlagte).
- Renditechance breit gestreuter Aktienmärkte über einen langen Zeitraum.
- ETFs haben meist niedrigere laufende Fondskosten als aktive Fonds.
- Umschichtungen innerhalb des Vertrags lösen keine Abgeltungsteuer aus.
- Pfändungsschutz nach § 851c ZPO bis zu Grenzen.
- Lebenslange Rente, egal wie alt du wirst.
Nachteile
- Kursschwankungen und Verluste sind möglich, der Wert zum Rentenbeginn ist offen.
- Versicherungskosten kommen zu den Fondskosten hinzu.
- Die Rentenhöhe hängt vom Rentenfaktor ab, für den es oft nur eine teilweise Garantie gibt.
- Nicht vererblich, nicht kapitalisierbar, Zugriff erst ab 62.
- Die Rente ist im Alter zu 84 bis 100 % steuerpflichtig.
- Nicht kündbar: Eine falsche Wahl wirkt über Jahrzehnte. Welche Auswege es gibt, steht im Ratgeber Rürup-Rente kündigen.
Hinweis zu fondsgebundenen ProduktenBei fondsgebundenen Versicherungen hängt die Wertentwicklung von den Kapitalmärkten ab. Verluste sind möglich; vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Garantien bestehen nur, soweit sie im Vertrag ausdrücklich vereinbart sind.
Eine ausführliche, kritische Rechnung zur Rürup-Rente insgesamt findest du im Ratgeber Lohnt sich die Rürup-Rente?.
Kriterien-Checkliste: So vergleichst du ETF-Basisrenten
Bei einer ETF-Basisrente entscheiden Details über Tausende Euro. Diese acht Kriterien solltest du bei jedem Angebot prüfen:
| Kriterium | Worauf du achtest | Warum es wichtig ist |
|---|---|---|
| Kosten | Effektivkosten laut Produktinformationsblatt; Abschluss- und Vertriebskosten, laufende Verwaltungskosten, Fondskosten | Kosten mindern die Rendite jedes Jahr – über Jahrzehnte summiert sich das stark |
| Fondsauswahl | breit gestreute, kostengünstige ETFs; genug Auswahl für verschiedene Strategien | Die Auswahl bestimmt Chance und Risiko deiner Anlage |
| Fondswechsel | Zahl kostenloser Wechsel pro Jahr; Umschichten von Guthaben (Shift) und künftigen Beiträgen (Switch) | Du willst deine Strategie ohne Gebühren anpassen können |
| Rentenfaktor | Gibt es eine Garantie, in welcher Höhe und für welchen Teil des Kapitals? | Er entscheidet, wie viel Rente aus deinem Kapital wird |
| Garantien | Beitragsgarantie ja oder nein; Ablaufmanagement wählbar oder Pflicht | Garantien geben Sicherheit, kosten aber Renditechance |
| Flexibilität | Zuzahlungen, Beitragspause, Beitragsfreistellung, flexibler Rentenbeginn ab 62 | Das Einkommen von Selbstständigen schwankt |
| Zusatzbausteine | Absicherung bei Berufsunfähigkeit, Hinterbliebenenrente für Partner und Kinder | Ohne Hinterbliebenenschutz geht das Kapital im Todesfall in der Regel nicht an die Familie |
| Tarifart | Brutto- oder Nettotarif; Höhe und Art der Vergütung | Beratung kostet immer – mal in den Beiträgen, mal per Honorar |
Fragen, die du jedem Anbieter stellen solltest
- Wie hoch sind die Effektivkosten laut Produktinformationsblatt?
- Welche ETFs stehen zur Auswahl, und was kosten sie laufend?
- Wie oft kann ich die Fonds kostenlos wechseln?
- Gibt es einen garantierten Rentenfaktor – und wenn ja, in welcher Höhe?
- Kann ich Beiträge pausieren, senken oder in guten Jahren Einmalzahlungen leisten?
- Was passiert im Todesfall vor und nach Rentenbeginn?
Kosten der ETF-Basisrente: Warum der Anbieter so viel ausmacht
Wie stark Vertragsdetails wirken, zeigt eine Modellrechnung der Stiftung Warentest vom 18.05.2026. Angenommen wurden 30 Jahre Beitragszahlung mit 500 € im Monat:
| Variante (30 Jahre, 500 € im Monat) | Monatsrente im Modell |
|---|---|
| Gesetzliche Rentenversicherung | rund 792 € brutto |
| Klassische Rürup-Rente (garantierter Teil) | ca. 500 bis 600 € |
| Fondsgebundene Rürup-Rente bei angenommenen 3 % Rendite | 476 bis 746 € |
Bei derselben Renditeannahme liegen zwischen dem schwächsten und dem stärksten fondsgebundenen Angebot rund 270 € Monatsrente. Der Unterschied entsteht also nicht am Markt, sondern im Vertrag – etwa durch Kosten und die Rentenberechnung. Bemerkenswert ist auch: In diesem Modell lag die gesetzliche Rente vorn. Sie hat allerdings andere Regeln, zum Beispiel beim Schutz bei Erwerbsminderung.
Zwei Neuerungen helfen dir beim Kostenvergleich:
- Kostentransparenz ab 2027: Anbieter von Basisrenten müssen ab 2027 jährlich die tatsächlich angefallenen Kosten ausweisen (Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156).
- Vergleichsmaßstab: Für das neue staatlich geförderte Standarddepot gilt ab 2027 eine Obergrenze von 1,0 % Effektivkosten. Für Basisrenten gibt es keine solche Grenze – der Wert taugt aber als Orientierung.
Wie viel Steuern dir die Beiträge im Einzahlungsjahr sparen, rechnest du mit dem Basisrente-Steuerrechner nach.
Nettotarif oder Bruttotarif: Was ist der Unterschied?
Bei einem Bruttotarif sind Abschluss- und Vertriebskosten in die Beiträge eingerechnet. Daraus wird auch die Vergütung des Vermittlers bezahlt. Bei einem Nettotarif fehlen diese Kosten im Vertrag. Beratung und Vermittlung bezahlst du dann separat per Honorar, zum Beispiel an einen Versicherungsberater (Erlaubnis nach § 34d Abs. 2 GewO).
Ein Nettotarif ist nicht automatisch günstiger. Entscheidend ist die Summe aus Vertragskosten und Honorar über die gesamte Laufzeit. Bei kleinen Beiträgen kann ein festes Honorar den Vorteil aufzehren. Bei hohen Beiträgen kann ein Nettotarif dagegen günstiger sein. Vergleiche deshalb immer die Gesamtkosten.
So werden wir bezahltDer Service ist für dich kostenlos.
Garantien und Rentenfaktor: Was wirklich sicher ist
Bei einer ETF-Basisrente gibt es zwei Arten von Sicherheit, die oft verwechselt werden:
Beitragsgarantie: Sicherheit in der Ansparphase
Manche Tarife sichern zu, dass zum Rentenbeginn mindestens ein Teil der eingezahlten Beiträge vorhanden ist. Dafür muss der Anbieter einen Teil des Geldes sicher anlegen. Das senkt die Renditechance. Bei der Basisrente ist eine Beitragsgarantie gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ohne Garantie ist dein Guthaben voll den Kursen ausgesetzt – mit allen Chancen und Risiken.
Rentenfaktor: Sicherheit beim Übergang in die Rente
Der Rentenfaktor legt fest, wie viel Monatsrente du je 10.000 € Kapital bekommst. Ein bei Abschluss garantierter Rentenfaktor gibt dir Planungssicherheit. Manche Tarife garantieren ihn nur teilweise oder berechnen ihn bei Rentenbeginn neu. Frag deshalb genau nach: Welcher Rentenfaktor ist vertraglich zugesagt, und welcher ist nur rechnerisch angenommen?
Ein Ablaufmanagement kann helfen, einen Kurssturz kurz vor Rentenbeginn abzufedern. Auch hier gilt: Mehr Sicherheit bedeutet weniger Renditechance.
ETF-Basisrente, Altersvorsorgedepot oder freies ETF-Depot?
Ab 2027 haben Selbstständige mehr Wege, mit ETFs fürs Alter vorzusorgen. Der Überblick zeigt die wichtigsten Unterschiede:
| Merkmal | ETF-Basisrente | Altersvorsorgedepot (ab 2027) | Freies ETF-Depot |
|---|---|---|---|
| Staatliche Förderung | Sonderausgabenabzug bis 30.826 € (2026, Ledige) | Grundzulage bis zu 540 €, Kinderzulage bis zu 300 € je Kind, Abzug bis 1.800 € Eigenbeitrag | keine Förderung der Einzahlungen |
| Auszahlung | lebenslange Rente, frühestens ab 62 | nicht vor 65 (oder früherem gesetzlichen Rentenbeginn); Leibrente oder Auszahlungsplan bis mindestens 85 | jederzeit |
| Garantien | je nach Tarif wählbar | Depot ohne Garantie; daneben Garantieprodukte mit 80 % oder 100 % | keine |
| Kostenregeln | jährlicher Ausweis der tatsächlichen Kosten ab 2027 | Standarddepot höchstens 1,0 % Effektivkosten | keine Vorgaben |
| Flexibilität | nicht kündbar, nicht kapitalisierbar, nicht vererblich | Förderung nur für bis zu zwei neue Verträge ab 2027 | voll flexibel und vererbbar |
Die Wege schließen sich nicht aus. Das Altersvorsorgedepot ist wegen der Zulagen vor allem für kleinere Beiträge interessant, die Förderung ist aber auf 1.800 € Eigenbeitrag gedeckelt. Die Basisrente spielt ihren Vorteil eher bei hohen Beiträgen und hohem Steuersatz aus. Ein freies Depot bietet Flexibilität, aber weder Steuerabzug noch Pfändungsschutz nach § 851c ZPO. Mehr dazu in den Ratgebern zum Altersvorsorgedepot für Selbstständige und zur ETF-Altersvorsorge für Selbstständige.
Für wen eine ETF-Basisrente passt – und für wen nicht
Eher passend, wenn du …
- einen hohen Grenzsteuersatz hast und den Höchstbetrag nutzen kannst,
- bis zum Rentenbeginn noch viele Jahre Zeit hast,
- Kursschwankungen aushältst, ohne nervös zu verkaufen,
- eine lebenslange Rente als Baustein willst,
- dein Vorsorgevermögen vor Gläubigern schützen möchtest.
Eher nicht passend, wenn du …
- nur noch wenige Jahre bis zur Rente hast und Verluste nicht aufholen könntest,
- flexibel an dein Geld willst oder es vererben möchtest,
- einen niedrigen Steuersatz hast und kaum vom Abzug profitierst,
- noch keine Rücklagen für dein Business hast,
- den Vertrag vor allem als Befreiung von der Rentenpflicht sehen würdest.
ETF-Basisrente und Rentenpflicht (Stand 09.10.2026)Eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige ist nicht beschlossen. Nach dem Vorschlag der Alterssicherungskommission sollen bereits Selbstständige ohne Nachweis eines Vorsorgeprodukts herausoptieren können, Neugründer gar nicht. Eine ETF-Basisrente befreit dich deshalb nicht von einer künftigen Pflicht, und wir können keine Befreiung garantieren. Mehr dazu im Ratgeber zum Opt-out bei der Rentenpflicht.
Den Gesamtvergleich aller Vorsorgewege – von der gesetzlichen Rente bis zum Versorgungswerk – findest du in unserem Ratgeber Altersvorsorge für Selbstständige.
Häufige Fragen
Ist eine Basisrente mit ETF sinnvoll?
Sie kann sinnvoll sein, wenn du einen hohen Steuersatz hast, bis zum Rentenbeginn noch viele Jahre anlegst und Kursschwankungen aushältst. Entscheidend sind niedrige Gesamtkosten und eine faire Rentenberechnung. Weniger geeignet ist sie, wenn du flexibel an dein Geld willst, es vererben möchtest oder Verluste kurz vor der Rente nicht verkraften könntest.
Was ist besser: Rürup mit ETF oder ein eigener ETF-Sparplan?
Das hängt von deinen Zielen ab. Die Basisrente bietet Steuerabzug, Pfändungsschutz und eine lebenslange Rente, ist aber unflexibel und nicht vererblich. Ein freies ETF-Depot ist jederzeit verfügbar und vererbbar, hat aber keine Förderung der Einzahlungen und keinen Pfändungsschutz nach § 851c ZPO. Viele Selbstständige kombinieren beides.
Kann ich mit einer ETF-Basisrente Geld verlieren?
Ja. Bei fondsgebundenen Versicherungen hängt die Wertentwicklung von den Kapitalmärkten ab, Verluste sind möglich. Garantien bestehen nur, soweit sie im Vertrag ausdrücklich vereinbart sind. Ein Ablaufmanagement kann das Risiko kurz vor Rentenbeginn verringern, kostet aber Renditechance.
Was ist ein Nettotarif bei der Basisrente?
Ein Nettotarif enthält keine eingerechneten Abschluss- und Vertriebskosten. Beratung und Vermittlung bezahlst du dann separat per Honorar, etwa an einen Versicherungsberater. Ob das günstiger ist, hängt von Beitragshöhe, Laufzeit und Honorar ab – vergleiche immer die Gesamtkosten.
Welche Kosten sind bei einer ETF-Basisrente normal?
Eine gesetzliche Obergrenze für Basisrenten gibt es nicht. Vergleiche die Effektivkosten aus dem Produktinformationsblatt: Sie fassen alle Kosten in einer Kennzahl zusammen. Als Orientierung kann die Grenze für das neue staatlich geförderte Standarddepot dienen: höchstens 1,0 % Effektivkosten ab 2027.
Kann ich bei einer ETF-Basisrente die Fonds wechseln?
Bei den meisten fondsgebundenen Tarifen ja. Wie oft und ob kostenlos, regeln die Vertragsbedingungen. Achte auf die Zahl kostenloser Wechsel pro Jahr und darauf, ob du bestehendes Guthaben (Shift) und künftige Beiträge (Switch) getrennt umschichten kannst.
Quellen
- Stiftung Warentest: Altersvorsorge für Selbstständige (Modellrechnung) – 18.05.2026
- § 10 EStG – Sonderausgaben (Basisrente, Höchstbetrag) – abgerufen 09.10.2026
- § 22 EStG – Besteuerungsanteil von Leibrenten – abgerufen 09.10.2026
- § 851c ZPO – Pfändungsschutz bei Altersrenten – abgerufen 09.10.2026
- Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156 (Kostenausweis, Altersvorsorgedepot) – verkündet 29.05.2026
- LV 1871: ETF-Basisrente (Anbieterbeispiel) – Beispiel, keine Empfehlung
- steuerschroeder.de: Rürup-Rente – Höchstbeträge 2025 und 2026 – Sekundärquelle
- Empfehlungen der Alterssicherungskommission (Empfehlung 22) – 23.06.2026
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu Altersvorsorge für Selbstständige (Stand: 12. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Stand der Gesetzgebung: Eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige ist nicht beschlossen; wir können keine Befreiung von einer künftigen Pflicht garantieren. Steuerliche Hinweise sind allgemeiner Natur und ersetzen keine Steuerberatung. Herausgeber: Rentenpflicht-Check.de. Rentenpflicht-Check.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.